Sucht ohne Drogen
Sucht ohne Drogen
Arbeiten, Spielen, Essen, Lieben…
Sucht ohne Drogen gilt als eines der frühen und wegweisenden Werke zum Thema stoffungebundene Süchte. Werner Gross zeigt eindrücklich, dass Abhängigkeit weit über Alkohol- und Drogenkonsum hinausgeht. Viele Menschen geraten in exzessive Muster, die gesellschaftlich akzeptiert oder sogar belohnt werden – und dennoch zerstörerische Folgen haben können.
Der Autor beschreibt detailliert die Mechanismen verschiedener verhaltensbasierter Süchte wie Arbeitssucht, Glücksspielsucht, Esssucht, Kaufsucht, Sportsucht und Beziehungssucht. Dabei macht er deutlich, warum gerade diese „unsichtbaren“ Süchte oft übersehen werden: Sie sind nicht nur sozial toleriert, sondern teilweise sogar positiv besetzt (z. B. Arbeitssucht als Leistungsorientierung).
Das Buch zeigt, wie solche Abhängigkeiten entstehen, woran man sie erkennt und wie sie sich auf das psychische und soziale Leben auswirken. Mit Selbsttests, alltagsnahen Beispielen und praktischen Hinweisen vermittelt Gross ein differenziertes und gleichzeitig gut verständliches Modell moderner Suchtentwicklung.
Als Pionierarbeit hat dieses Buch das Verständnis von Sucht nachhaltig erweitert – weg von einem engen Fokus auf Substanzen hin zu einem breiten Blick auf menschliche Verhaltensmuster und deren Risiken.
Verlag: Fischer Taschenbuch, 1990